Bürgerverein Gellershausen

Als sich das Dorferneuerungsprogramm Anfang der neunziger Jahre dem Ende zuneigte, da trieb den Gellershäuser Bürger Bruno Nossack eine Sorge um. Er befürchtete, dass die während der Dorferneuerung in Gang gekommene positive Entwicklung des Dorfes zum Stillstand kommen könnte. Also bereitete er eine Liste vor, machte sich auf einen Rundgang zu den Gellershäuser Bürgern und warb für die Gründung eines Bürgervereins.

Als er sechzig Unterschriften beisammen hatte, übergab er die Liste an den Ortsbeirat mit der Aufforderung, die notwendigen Schritte zur Gründung zu unternehmen. Der griff die Idee dankbar auf und berief gemeinsam mit dem Vorstand des Verkehrsvereins eine Gründungsversammlung ein, die am 13. Februar 1989 im Dorfgemeinschaftshaus stattfand. Die Zielsetzung wurde formuliert:

Der Bürgerverein will „zur Verschönerung des Dorf- und Landschaftsbildes, zur Pflege der Gemeinschaftsanlagen und zur Förderung der Dorfgemeinschaft beitragen.“

Die Gründung des Bürgervereins hat sich im Lauf der Zeit als belebendes Element für das Dorf erwiesen. Es gelang, durch eine große Anzahl von Aktivitäten dem Vereinszweck gerecht zu werden. Besonders bei der Teilnahme an den Wettbewerben „Unser Dorf“, die 1994 und 1996 zu großen Erfolgen auf Regional- und Hessenebene führten, war der Bürgerverein Motor vieler gemeinschaftlicher Aktionen, die zwar sehr aufwendig waren, aber auch viel Spaß und schöne Gemeinschaftserlebnisse brachten. So konnten durch gemeinsame Arbeitseinsätze der Mitglieder wichtige Projekte verwirklicht werden.

Als Beispiele seien nur die Umgestaltung des Platzes am Ehrenmal, die Friedhofsgestaltung, die Umgestaltung des Wassertretbeckens oder die Pflasterung am Dorfgemeinschaftshaus genannt. Im kulturellen Bereich spielt das in Rahmen der Dorferneuerung renovierte Hirtenhaus eine große Rolle. In unregelmäßigen Abständen finden hier Veranstaltungen der verschiedensten Art statt. Musikabende, Vorträge, Kindernachmittage gehören zu dem von Bernhard Weller betreuten Programm. Es gelang aber auch ganz hervorragend, die Arbeit der Vereine des Dorfes in vielerlei Hinsicht zu koordinieren. Besonders deutlich wird dies beim mittlerweile regelmäßig im Juni veranstalteten Dorffest, dessen Federführung in den Händen des Vereins liegt.

Das Dorffest trägt dem Wunsch Rechnung, mit allen Vereinen ein gemeinsames Fest zu feiern. Seit 1981 beteiligen sich alle Bürgerinnen und Bürger an dieser Veranstaltung.

 

Im Mittelpunkt des Festes soll nach dem erklärten Willen aller Beteiligten nicht der Kommerz, sondern die Freude am Feiern stehen. Besonders achtet das Festkomitee auf die alten Traditionen. So gehören die „Scheppekuchen“ als altes Waldecker Volksgericht sowie das selbstgebackene Brot aus dem Dorfbackhaus zum alljährlichen Programm. Wenn auch die Preise im allgemeinen meist der Zeit hinterherhinken, was durchaus beabsichtigt ist, so bleibt doch immer noch manche Mark hängen, die für die Vereinsarbeit, für die Dorfverschönerung und für soziale Zwecke, ein bestimmter Betrag wird immer dafür abgezweigt, verwendet werden.

 

 

Vorsitzende

Helmut Hauer

Holger Paul

Ingo Barth

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